Mindmaps in Allgebrainform machen Lernen leicht

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Video zum Thema „Wie lese ich ein Allgebrain?“ mit Selbsttest

Allgebrains sind eine spezielle  Art von Mindmaps.
Der Name Allgebrain deutet schon darauf hin- hier wurde Allgemeinwissen  gehirn(brain)-gerecht aufbereitet. An anderer Stelle werde ich auf die besondere Form von Allgebrains eingehen.

Mit diesem Video soll gezeigt werden, wie solch ein Allgebrain funktioniert.
Zudem kann sich der Leser damit selbst testen. Mit der entsprechenden Anleitung erfährt der Betrachter bei eigenem Mitmachen, wie das bloße Betrachten zu mehr Wissen führt.
In nur 3 Minuten hat er sich erstaunlich viele Dinge über Friedrich den II. gemerkt.

 

Interessante Ergebnisse beim Testen

Ich war immer wieder sehr verblüfft, wie schnell Kinder mit meinen gestalteten Allgebrains umgingen und wie viel sie von dem aufbereiteten Wissensstoff in ultrakurzer Zeit behielten.
Diese Lerngeschwindigkeit kannte ich nur von 4-5jährigen, die sowieso wie  ein Schwamm alles Wissen interessiert aufsaugen.
So begann ich zu testen, ob diese Technik bestimmte Lerntypen (zB. den visuellen Typen) besonders anspricht. Welche Altersgruppe fühlt sich besonders angesprochen, welche nicht?

Meine Erfahrungen mit über 300 Personen unterschiedlichen Alters daraus haben ergeben, dass die Altersgruppe nur zu Anfang eine Rolle spielt- ältere Semester tun sich anfangs mit der ungewohnten Aufschreibungsform schwerer- oft fühlen sie sich überfordert oder finden nicht gleich in die Struktur hinein, wissen nicht- wo anfangen? Wenn man ihnen aber die Scheunimmt und sie sich auf diese neue Form einstimmt, erzielen sie die gleichen Ergebnisse wie die Schüler oder Studenten. Jüngere gehen von Anfang an damit lockerer um.

Allgebrains sind lerntyp- und alters-unabhängig

Aber mit einer kleinen Gewöhnungsphase wirkt das Allgebrain bei allen Altersklassen gleich. Gleiches gilt auch für die so genannten Lerntypen- egal, ob auditiv oder visuell- alle hatten die gleichen Ergebnisse erzielt. Offenbar ist die  Wirkung aufs Gehirn alters- und Lerntyp-unabhängig. Ich vermute, weil eben mehrere Hirnareale im Kopf angesprochen werden. In beiden Gehirnhälften blinken die Zentren und das macht dann Lernen für jeden spielend leicht.

Anders ist es nicht zu erklären, dass Folgendes möglich ist:

Jemand  steigt am Alexanderplatz in Berlin in die S- Bahn, nimmt sich das Mindmap von Friedrich den II. vor, auf dem ( ich habe nachgezählt) 125 ausgewählte Informationen zusammengetragen wurden und betrachtet dieses Mindmap nun …. bis zur nächsten Station (Hackische Märkte). Bis auf die 23 Geschichtszahlen hat der Leser nun alles abgespeichert. Würde man noch 3 Minuten weiter fahren, würden auch diese im Kopf verankert sein. Man wäre dann in der Friedrichstraße angelangt. Voll mit Spezialwissen über den berühmten Preußenkönig, über den viele Brandenburger und Berliner so herzlich wenig wissen.

Ist dieses Allgebrain- Wissen nachhaltig im Gedächtnis abgelegt?

Klare Antwort: Deutlich besser als ein Fachvortrag oder ein spezieller Artikel über den berühmten Mann. In jedem Fall viel besser, als wenn man das Wissen auf die herkömmliche Art gelernt hat- zwei bis drei DIN A4- Blätter dicht von links  oben bis rechts unten beschrieben.

Aber nun kommt der wichtigste Vorteil:
Hat man einmal ein Allgebrain, so wie im Video demonstriert, betrachtet, braucht man zum wiederholten Betrachten nur noch maximal  2 (zwei) Minuten, um alle Fakten wieder als anwendungsbereites Wissen parat zu haben. Das macht man nebenbei (in einer Fernsehwerbepause, beim Warten auf den Zug, im Wartezimmer beim Arzt…)

Mindmap über Friedrich den Großen

Wie sollte man nun solch ein Allgebrain angehen?

Ich empfehle folgende Schritte:

1. Überfliegen (dabei fotografiert das Gehirn schon wichtige Details unbewusst), die Struktur wird bewusst erfasst.

2. Mitte betrachten (bewusst das Thema erfassen)

3. Bilder betrachten (diese sagen oft eine Menge aus und werden vom Gehirn in Mikrosekundenbereich  erfasst)

4. Astüberschriften lesen (Der Verstand wird eingestimmt auf das was als nächstes kommt)

5. Ast für Ast betrachten und lesen (eigene Geschwindigkeit)

6. zuletzt noch einmal 10 – 15 Sekunden das ganze Mindmap auf sich wirken lassen.
(Konsolidierung des Wissens)

Währenddessen wirken die krummen Linien, die Farben und die Struktur unbewusst auf unsere Lernzentren und helfen beim Verankern.

Nun wäre alles passives Wissen da, alles ist abgespeichert. Um es zu aktivieren, sollte man im Anschluss  über das Thema sprechen. Im Video gibt es diese Aufforderung gleich zweimal.

Der  wichtigste Vorteil von Allgebrains

Hat man einmal ein Allgebrain, so wie im Video demonstriert,  betrachtet, braucht man zum wiederholten Betrachten nur noch maximal 2 (zwei) Minuten, um alle Fakten wieder als anwendungsbereites Wissen parat zu haben. Das macht man nebenbei (in einer Fernsehwerbepause, beim Warten auf den Zug, im Wartezimmer beim Arzt…)

Hier kommt man zum Überblick aller Allgebrains der Lernwerkstatt.

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