Dyskalkulie und Legasthenie -Erfahrungen beim Coaching

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Dyskalkulie und Legasthenie sind gar kein Fluch

…und sein Umgang damit kein Hexenwerk. Sicherlich verfügen wir noch nicht über jahrelange Erfahrung beim Einsatz mit unserem 1×1-System und beim Umgang mit schwierigen Wörtern für Kinder mit nachgewiesener LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche). Dafür ist unsere Lösung einfach noch zu jung. Aber selbst die ersten Einsätze von Sabine Omarow und uns bestätigen uns, dass uns wohl hier eine kleine Revolution gelungen ist.

Kinder wollen lernen

Lernen macht Spaß

Lernen macht Spaß

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Martin Korte schreibt in seinem Buch „Wie Kinder heute lernen“, dass Kinder von Natur aus immer lernen möchten, wissbegierig sind und wissensdurstig.
Aber bietet sich uns in der Schulrealität nicht ein vollkommen anderes Bild?
Woran kann das wohl liegen?
Nun, heute möchte ich nicht auf Ursachenforschung gehen, sondern einfach nur einen kleinen Erfahrungsbericht abgeben, was ich in meinen letzten Coachings erlebt habe.

Es ist nämlich äußerst erstaunlich, was geschieht, wenn sich erste Lernerfolge einstellen. Welche Verwandlung in einem Kind vor sich gehen kann, wenn sie am eigenen Leib erleben, dass das Lernen wirklich etwas Großartiges ist, eine Bereicherung für das Leben.

Das habe ich beim Coaching erlebt

Zwei Brüder, beide Probleme mit dem Kopfrechnen und dem korrekten Schreiben kannten vom Lernen häufig nur Misserfolge. Die Mutti besuchte uns bei einem Tag der offenen Tür und war sofort begeistert. Als die Jungs erfuhren, dass ich Lehrer sei, waren sie anfangs etwas zurückhaltend.  Die Brüder durften Speedolino spielen, die Katze streicheln und sich ein paar Mindmaps ansehen und zuletzt einer vom Autor vorgelesenen Geschichte aus Tommy Tropf lauschen.
Zwei Monate später meldete Mama beide zum Privatcoaching an. Gleich in den ersten 30 Minuten beherrschten die beiden „unter diagnostizierter Dyskalkulie leidenden“ Jungen die Malfolge mit der 8. Die Jungen bekamen glänzende Augen und wollten gar nicht aufhören zu rechnen. Als ich ihnen dann noch ein paar Tricks der vedischen Mathematik zeigte, war die Lernfreude grenzenlos.
Beim Abschied bestanden sie darauf, beim nächsten Mal unbedingt die 7er- Folge lernen zu dürfen und konnten es kaum erwarten, dass die Woche verging.
Diesmal kombinierten wir ihr Rechnen mit Bewegung oder mit dem Labyrinthball.

Auf Mathe folgte die Begeisterung fürs Schreiben

In Woche drei trugen wir gemeinsam Wörter zusammen, die mit IE oder nur mit einem I geschrieben wurden. Da musste die Mama natürlich mithelfen. Aber bald hatten wir von jeder Sorte 30 Wörter zusammen. Diese hängten wir mit viel Spaß und Gekicher an zwei unterschiedliche ALMUT- Listen.
Nach dreißig Minuten saßen alle 60 (!) Wörter. Ich diktierte die Wörter- Fehler: Null! Ich ließ die Jungs hüpfen und immer wenn ich eines der 60 Wörter nannte, mussten sie verharren und sofort sagen, ob das Wort mit IE oder mit I geschrieben wird (gesungenes Lied, Augenlid)- Fehler: Null.  Bei den beiden ging es nur darum, wer schneller die Lösung hinausposaunte.
Die Mama staunte nicht schlecht, denn sie kannte von ihren Jungs immer nur größere Probleme aus dem Schulalltag. Jetzt aber wissen die beiden, dass Lernen richtig cool ist.
Ich denke, wir werden noch eine Menge Spaß miteinander haben.

Für mich war das selbst auch eine tolle Erfahrung, weil ich dabei unser 1×1- System live einsetzen konnte. Gleichzeitig arbeiten wir nun gemeinsam ein schnell einsetzbares System für Legastheniker bzw. Kinder mit Rechtschreibschwäche aus. Wenn die Eltern auf diese Weise regelmäßig mit den Kindern üben, dürfte das ALMUT-System (hier würde ich aber das Neuronale Ablagesystem nutzen) eine Riesenhilfe sein und innerhalb kurzer Zeit (ich schätze 10 Wochen) bei einer Stunde/ Tag Übung ca. 2000- 3000 kritische Wörter in Zukunft immer richtig schreiben werden.
Was das für die Kinder bedeutet, sieht man dann ihren Augen an.

Euer Jens

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