Lernen- lernen: Denkblockaden

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Sicher kennst du  das: Du sitzt schon seit einer halben Stunde an der einen Aufgabe, aber es läuft einfach nicht rund. Was du gestern noch zu dem Thema im Hinterkopf hattest, ist jetzt wie weggeblasen.

Tipps gegen Lernblockaden

Unzählige Routinen und Zeitdruck ersticken im Alltag oft die besten kreativen Gedanken. Verändere in solchen Fällen einfach deine Wahrnehmung, um die kreative Seite wieder anzuregen. Mit unseren heutigen drei Tipps wird dir das garantiert problemlos gelingen.

Alles wird gleich angewendet.

Mitmachen ist angesagt im Potentialseminar

1. Stehe auf!

Wenn es möglich ist, mache eine kleine Pause und entferne dich von deinem Schreibtisch. Gehe  am besten an die frische Luft. Die Bewegung und der Sauerstoff sorgen für körperliche und geistige Entspannung und geben dir deine Konzentrationsfähigkeit wieder zurück. Möchtest oder kannst du nicht für 5 bis 10 Minuten raus gehen und abschalten? Dann gönne dir eine Mini-Pause: Steh auf, geh in deinem  Arbeitszimmer ein paar Schritte auf und ab, bleibe eine Weile am Fenster stehen, recke und strecke dich. Dafür ist immer Zeit. Selbst wenn du dabei weiterhin an die zähe Aufgabe denkst: Die minimale Bewegung, die kleine Abwechslung  kann deinem kreativen Geist ganz schnell auf die Sprünge helfen.
Das ist übrigens auch das Prinzip der Ereigniskarten in unserem Lernspiel Speedolino Lernrallye.

2. Denke  laut!

Arbeite weiter, aber laut! Lies die Aufgabe oder das, was du dir gerade notiert hast, noch einmal laut vor. Sprich die Sätze, an die du denkst, laut aus.

  • Wenn du dabei bist, eine Rede zu verfassen, dann tue einige Minuten so, als würdest du sie bereits halten.
  • Bereitest du ein Angebot für einen Kunden vor, so löse dich für einige Augenblicke von dem Papier und stelle dir vor, wie du Rückfragen des Kunden beantwortest – nicht still, sondern in deiner normalen Sprechstimme.
  • Bereitest du ein wichtiges Gespräch vor, so könntest du sogar so weit gehen, es (mit einem Partner) zu spielen.

Denke also, wenn du in eine kreative Sackgasse geraten bist, einfach wenige Minuten lang laut. Auch diese Art der Abwechslung kann deine Kreativität schnell wieder zum Fließen bringen.
Das ist ua. auch die Funktion der Motivationskarten der Lern-Rallye.

Lernblockaden wegspielen

Ereigniskarten helfen, Lernblockaden zu lösen

3. Mach‘ dir ein Bild!

Fertige einige kleine Zeichnungen zu deiner  Fragestellung an – auch wenn du von dir selbst meinst, überhaupt nicht zeichnen zu können. Es geht ausschließlich darum, durch die Visualisierung andere Gedankenkreise anzuregen. Du kannst auch kleine Symbole zu deinen Hauptgedanken kritzeln. Vielleicht setzt du farbige Stifte (am PC: Farben) ein, um deine Notizen (Gedanken) sichtbar zu ordnen. Ebenfalls wirksam ist die rein geistige Visualisierung deiner Gedanken: Schließe für einige Minuten die Augen und stell‘ dir deine Fragen und mögliche Lösungswege bildlich vor.
Dinge zu visualisieren kann man auch lernen. Besonders, wenn der Lernstoff trocken ist, ist es von Vorteil, wenn er visualisiert wird. Vielleicht schaust du einmal in einem unserer Visualisierungsseminare vorbei.

So geschehen in einer Abi- Prüfung:
Ich hatte Aufsicht und schaute in die Runde und bemerkte dabei , dass eine unserer besten Schülerinnen offenbar eine schlimme Blockade in der schriftlichen Mathe-Prüfung hatte. Sie wurde immer unruhiger, der Kopf lief rot an und Schweiß trat auf ihre Stirn. Offenbar lief nichts mehr.
So wandte ich mich an alle Schüler und schlug vor, jetzt nach 2 1/2 Stunden für eine Minute die Arbeit zu unterbrechen und ein wenig Gymnastik zu machen. Die Schülerschaft willigte ein und machte mit.
Kaum saß die von mir beobachtete Schülerin wieder flossen ihr die Lösungen nur noch so zu. Sie bekam eine 1+. Heute trägt sie den Titel „Doktor der Mathematik“.

Ich hoffe, das waren wieder einige wichtige Tipps zum Lernen

Herzlichst dein Jens

Comments on Lernen- lernen: Denkblockaden

  1. Übrigens halte ich mich genau daran. Ich habe zwar bisher selten Denkblockaden gehabt, aber wenn, dann verändere ich meinen Standort, spiele Speedolino oder mach etwas ganz anderes, ehe ich wieder zum Problem zurück komme.

    Ein guter Helfer ist übrigens auch der Schlaf. Wenn das Problem nicht zu mächtig ist und einen nicht einschlafen lässt, hilft es oft „die Sache zu überschlafen“.
    Was geschieht? Ich beziehe meinen mächtigsten Freund ein- mein Unterbewusstsein.

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