Ziele setzen, aber bitte gehirn-gerecht

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Wie viele Vorhaben und Ziele hast Du bereits über Bord geworfen?

Ziele setzen- Ziele erreichen

Ziele setzen- Ziele erreichen

Gestern (17.1.)  war der internationale Tag, an dem man seine Vorsätze für das neue Jahr wieder über Bord wirft. Der ist nun also vorbei, demzufolge kann deinen Vorhaben nichts mehr passieren, die du dir ab heute stellst.
Eines unserer Erfolgsrezepte ist das Stellen von Zielen und Teilzielen- meist zum Jahresanfang. Immer zwischen Weihnachten und Neujahr setze ich mich hin und sinniere über das Erreichte, über Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie ich es mir vorgestellt hatte und mache damit eine Inventur.

Ziele mit der Mindmap- Methode

Anfang des neuen Jahres gehe ich dann in die zweite Runde, in dem ich mir aus diesen Erkenntnissen neue Ziele für’s kommende Jahr setze und diese formuliere.
Neuerdings nicht mehr alleine, sondern zusammen mit meiner Anne.
Du ahnst, wie? Natürlich in Mindmap-Form- das geht am schnellsten.
Ich selbst setze mir immer Ziele zu den Kategorien

  • Beruf, Firma
  • Gesundheit/Fitness
  • Familie/Freunde
  • Finanzen
  • Hobby/Freizeit/Urlaub

Jedes Gebiet  bekommt ein eigenes Mindmap.
Außerdem gibt es ein Generalmindmap für alle Kategorien.
Ich will dich nun nicht meinen Zielen langweilen, vielmehr möchte ich dir einen Anreiz geben, dir eigene zu setzen.

Wir nutzen dabei einen mächtigen Verbündeten

Mit dem Ziele setzen holen wir unser Unterbewusstsein (UB) mit an Bord. Dieses ist so unglaublich mächtig, dass man auf solchen Mitstreiter in keinem Fall verzichten sollte.
Ende letzten Jahres fand ich bei Heide Liebmann eine Klasse-Idee im Umgang mit Dingen des vergangenen Jahres, die man lieber nicht erlebt hätte, mit Gedanken, die man lieber nicht gedacht hätte oder mit Ereignissen, die nicht so verlaufen sind, wie man sie sich gewünscht hätte. Den Link zu ihr findest du am Ende des Blogs.

Steffis Schlüsselerlebnis

Meiner Tochter Steffi hatte die Klassenlehrerin empfohlen, mit der 10. Klasse die Schule zu verlassen, für eine gymnasiale Oberstufe wäre für sie deutlich zu schwer.
Steffi kam verzweifelt zu mir, zeigte mir ihre 4 in Französisch und hatte doch diesen unbändigen Willen, Physiotherapeutin zu werden. Ohne Abi bräuchte sie sich aber an den Schulen nicht bewerben, denn diese waren heillos überfüllt.
Mein Herz jauchzte, denn endlich war sie offen für all die Methoden, die ich bis dahin entwickelt hatte. Zum anderen war ich begeistert von ihrem großen Ziel, dem sie alles unterordnen wollte.
Das setzt Energien frei:
Natürlich hörten wir nicht auf ihre Lehrerin. Am Ende schloss sie beim Abi mit 2.1 ab und in Französisch hatte sie auf dem Zeugnis eine glatte Eins. In der ultraschweren Ausbildung hatte sie fortan fast nur noch Einsen, während ca. 70% Ihrer Mitstreiter den Abschluss nicht schafften.
Heute steht sie kurz vor dem Abschluss Ihrer Osteopathieausbildung und könnte sofort jede Prüfung mit Bravour bestehen.

Schüler mit und ohne Zielen

Ich bin seit über 30 Jahren Lehrer im Schulbetrieb. Glaube mir, ich bemerke sofort, wenn ein Schüler ein Ziel gefunden hat, auf das er ab sofort hinarbeitet. Plötzlich wird dem großen Ziel alles untergeordnet. Plötzlich ist er zu Anstrengungen bereit, er wird seltener krank und er reiht einen Erfolg an den nächsten.

Hast du ein lohnenswertes Ziel, dann richte deine Segel danach aus.
Hand aufs Herz, würdest du auf Anhieb antworten können, wonach du strebst? Was du erreichen möchtest?
In einem Jahr? In 10 Jahren? Was soll jemand zu deinem 85. Geburtstag über dich sagen können?

Nicht weiterlesen für zarte Seelen

Im Durchschnitt wird ein Mensch bei uns etwa 77 Jahre alt. Das sind genau 28300 Tage. Ziehe nun bitte entsprechend deines Alters die entsprechende Anzahl von Tagen ab.
(Ich bin 55 Jahre alt, demzufolge stünden mir statistisch gesehen also ab jetzt noch 8000 Tage zur Verfügung. 20300 sind bereits gelebt.)

Macht dir diese Rechnung Angst?
Wenn du den Rest deiner Tage -und ich hoffe, es sind deutlich mehr als bis zum 77. Lebensjahr- sinnvoll verbringst, ist ab heute jeder Tag ein Geschenk für dich und die Menschheit.

Dazu gibt es von John Strelecky ein tolles Video

Setze dir Ziele:
und zwar SMART:

• Spezifisch, also so konkret wie möglich
• Messbar- konkrete Zahlen
• Attraktiv- es muss sich lohnen, danach zu streben
• Realistisch- weder zu hoch noch zu niedrig
• Terminiert- auch hier wieder abrechenbar mit konkreten Zahlen.

Eine komplette Zusammenfassung zum Zielesetzen findest du hier.

Eigene Ziele setzen

Eigene Ziele setzen

Es ist nicht schlimm, wenn Du nicht jedes Ziel erreichst, aber es ist Verschwendung von Lebenszeit, wenn Du keines hast.
Hier geht es zur Methode von Heide Liebmann

Übrigens führen wir regelmäßig auch Workshops zum Thema Ziele setzen durch.
Schau mal auf unsere Seminarseite, wann der nächste Termin ist.

 

Dein Jens

Comments on Ziele setzen, aber bitte gehirn-gerecht

  1. Lieber Herr Voigt,
    sowohl als Prüfer wie als Protokollant bei unzähligen Abi-Prüfungen waren mir Aufzeichnungen in Form von Mindmaps ein wertvolles Hilfmittel, um sowohl die Prüfung souverän zu gestalten, den Prüfungsverlauf anschließend exakt rekapitulieren zu können und mit großer Treffsicherheit die passende Note vorzuschlagen.
    Anlässlich meiner Verabschiedung aus dem Schuldienst (vor gut 15 Jahren) zeichneten meine Tutandi auf einem riesigen Mindmap live auf der Bühne nach, wie sie mich erlebt hatten. Sehr rührend und eine Genugtuung dem neuen Lernmethoden gegenüber eher resistenten Kollegium.

    1. Lieber Hans- Georg,
      das freut mich und ich gratuliere zu diesen Schülern. Ich habe eigentlich meist auch sehr gute Erfahrungen damit, auch wenn nicht jeder diese Aufzeichnungsform mag. In meinem Kollegium aber wird jetzt immer häufiger diese Methode angewandt. Es setzt sich langsam durch. Protokolle zeichne ich fast ausschließlich in Visualisierungstechnik- Mindmaps oder KAWAs (nach Birkenbihl).

  2. Jan

    Hallo Jens,

    der Artikel ist super! Das Video von Strelecky finde ich immer wieder sehr inspirierend.
    Mindmaps zu nutzen, um Ziele zu setzen und zu erreichen ist absolut neu für mich, aber sehr interessant. Ich werde es ausprobieren!

    Beste Grüße aus Hannover

    Jan

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