Welche Ausrede hast du?

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“Mein Kind hat Lernprobleme”

Vor längerer Zeit klagte mir eine Mutti ihr Leid, dass ihr Sohn große Schwierigkeiten beim Lernen hätte. Ob ich da nicht etwas wüsste.
Ich empfahl ihr damals unser Eltern- Kind- Seminar. In ihm würde ihr Sohn wie auch sie selbst hoch effektive Lernmethoden kennen und nutzen lernen. Ich sprach aus Erfahrung, als ich ergänzte, dass  die Teilnehmer meist zu begeisterten Lernern werden würden. Mit den deutlich besseren Ergebnissen würden sich auch bald Erfolgserlebnisse einstellen, die für das Selbstbewusstsein ihres Kindes von entscheidender Wichtigkeit sind.
Auch wenn sie es sich jetzt noch nicht vorstellen könne- das Lernen wird für ihren Sohn zur Freude werden.
Leider war zu dem von mir vorgeschlagenen Termin eine Teilnahme nicht möglich, weil der Junge bereits zu einem Geburtstag eingeladen war.
Der Ausweichtermin 14 Tage später ging auch nicht, weil sie sich mit ihrer Freundin verabredet hatte und Termin drei konnte deshalb nicht wahrgenommen werden, weil die Familie ausgerechnet an dem Wochenende auf Kurzurlaub fahren musste.

Das Mädchen Wilma

In diesem Fall fällt mir die Geschichte von dem kleinen Mädchen Wilma ein. Diese wuchs in einer Großfamilie als 20. von 22 Kindern auf. Die Familie war bitter arm- Mutter Köchin, Vater Kofferträger. Die Kleidung wurde aus Mehlsäcken geschneidert. Für Afroamerikaner war das Leben in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in den USA alles andere als leicht. Als das kleine Mädchen Scharlach bekam und bald danach eine beidseitige Lungenentzündung, blieben die Türen des Krankenhauses verschlossen, denn dort wurden nur Weiße behandelt.

Mit vier Jahren konnte sie sie ihr Bein nicht mehr bewegen. Mit einem Handwagen lief die Mutter 25 km weit in den nächsten Ort, wo der farbige Arzt die Diagnose stellte: Polio- Kinderlähmung- das Kind würde nie mehr laufen können.
Doch die Mutter wollte dies nicht akzeptieren: Sie fuhr 90 Meilen bis nach Nashville/Tennessee, weil sie gehört hatte, dass es dort einen Arzt geben sollte, der ihrem Kind helfen könnte. Der gab ihr wichtige Anleitungen, wie das Bein massiert werden müsse. Jahrelang fuhr sie einmal die Woche zu dem Arzt. Wilma bekam eine Schiene für ihr Bein, so eine, die man aus dem Film „Forest Gump“ kennt.
Kinder wollten nicht mit ihr spielen.

“Man muss im Leben kämpfen”

Doch ihre Mutter sagte ihrer Wilma immer wieder: „Du wirst wieder gehen können und wenn, wirst du schneller rennen können als alle anderen.“
Mit einem schier unglaublichen Willen wurden alle Anweisungen des Arztes befolgt, man musste Geduld haben. Wilma und ihre Mutter hatten sie.
Mit 11 Jahren konnte sie ihre Gehhilfen abschnallen und auf eigenen Füßen stehen. Ab da begann sie zu rennen und bald zu springen. Sie begann mit ihren Brüdern Basketball zu spielen, wurde in die Schulmannschaft gewählt.
Ein berühmter Collagetrainer entdeckte sie für die Leichtathletik.
Mit 16 Jahren war sie die jüngste Teilnehmerin des US- Teams bei den Olympischen Spielen in Melbourne, vier Jahre später war sie der gefeierte Star in Rom: dreimal Gold mit Weltrekord. Sie war zu diesem  Zeitpunkt die schnellste Frau der Welt und da sie zudem noch eine warmherzige und anmutige Ausstrahlung besaß, wurde sie zu Miss Olympia gewählt.
Danach setzte sich Wilma ihr Leben lang gegen Rassendiskriminierung und für benachteiligte farbige Sportler ein, gründete eine eigene Stiftung  und wurde zum Vorbild einer ganzen Generation.

Eine für einige Eltern unangenehme Frage

Was, wenn die Mutter damals andere Prioritäten gesetzt hätte?
Niemand hätte ihr vorgeworfen, wenn sie sich weniger um ihr Kind gekümmert hätte.
Begründungen hätte sie ausreichend gehabt: Kein Geld, keine Zeit, keine Unterstützung, 21 andere Kinder….
Aber sie hat es doch getan.

Wilma Rudolph wäre  am 23.6.75 Jahre alt geworden, wäre sie nicht mit nur 54 Jahren an einem Hirntumor gestorben.

Wer möchte, kann gerne das folgende Mindmap zu dieser beeindruckenden Person in den nächsten zwei Tagen kostenlos per Mail anfordern unter
info@mindstation.de
Ansonsten findet Ihr es im Shop.

Euer Jens

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