Der Onlinekurs „High Potential“ Lektion 37

Onlinekurs „High Potential“

Lektion 37

Aufarbeitung von Sachbüchern Teil 2

Lieber Leser,

in der Lektion Arbeit mit Sachbüchern empfahl ich Ihnen die Technik der Memoflips.
Diese ist sehr effektiv, wenn man mit Mindmaps, Kawas, Notizen, ABC- Listen arbeitet.
Sollte aber deutlich mehr Inhalt eines Fachbuches gelernt werden oder gar ein Zusatzstudium angestrebt werden, dann empfehle ich unseren Mercedes unter den Gedächtnistechniken: Das NAS.

Wenn Sie wirklich viel zu lernen haben, brauchen Sie ein System, eine Matrix, an das Sie viel Stoff anhängen können. Dann reicht eine ALMUT- Lernkarte genauso wenig wie ein Memoflip aus.

Das Neuronale Ablagesystem NAS©– eine Entwicklung der Lernwerkstatt Voigt

Lernen ohne System
Stellen Sie sich eine große kalte leere Lagerhalle auf einem Industriegelände vor. Es ist Ihre Eigene. Täglich werden Unmengen von Daten angeliefert, die auf einen ungeordneten Haufen in der Mitte der Halle übereinander geschüttet werden. Stündlich wird dieser Berg größer und größer. Bei Bedarf (Test, Prüfung, Anwendung) beginnen Sie, mühsam darin zu wühlen. Sind Sie besonders talentiert und motiviert, werden Sie fündig, manchmal aber auch nicht.
In jedem Fall bereitet Ihnen das Suchen psychischen ungesunden Stress. Es könnte schließlich sein, dass Sie das Gesuchte nicht finden. Jedenfalls nicht rechtzeitig.

Lernen mit einem modernen Ablagesystem
Sie befinden sich in einem sehr schicken 25-geschossigen Hotel. Es ist Ihr Eigenes. Mehr als 600 der Zimmer stehen nur Ihnen zur Verfügung. Im Foyer herrscht eine entspannte Atmosphäre. Es plätschert ein Springbrunnen, leise Musik lädt zum Verweilen ein. Gelegentlich werden Erfrischungen und ein kleiner Imbiss gereicht. Regelmäßig wird die gleiche Datenmenge wie im ersten Fall angeliefert, aber Pagen bringen den Lernstoff in die dafür vorgesehenen Zimmer. Sie sichten nur das Material und bestimmen, in welchem Raum das Lernpaket abgelegt werden soll, der Page registriert dies und sorgt dafür, dass Sie es jederzeit und absolut sicher griffbereit haben. Bei Bedarf (Test, Prüfung, Anwendung) schnipsen Sie mit dem Finger und der Page holt Ihnen das Paket aus dem Zimmer. Das Wissen steht jederzeit zur Verfügung. Vollständig. Stresslos.

Elemente des Ablagesystems (des Hotels)
1. Mindestens 10 ALMUT- Listen©
2. selbst gezeichnete Mind-Maps
2.1 andere Aufzeichnungsformen wie KAWA©s oder KAGA©s nach Birkenbihl Tabellen
3. Erinnerungsset (dazu in der nächsten Lektion mehr)

Einmal intensiv erlernen, ehe sie entsprechenden Merkstoff daran „anhängen“ können. Meine Erfahrung aus früherer Trainertätigkeit ergab, dass ein einmal vergessener Pfad meist dazu führte, diese Technik am Ende doch nicht mehr einzusetzen.
Der Anspruch war also, Routen zu schaffen, die leicht, schnellstmöglich und gehirngerecht einzuprägen sind. Beim Erlernen muss dabei ein Zusammenspiel beider Gehirnhälften stattfinden und die Ankerpunkte müssen selbst so gestaltet sein, dass gewisse Abrufreize sofort ein benötigtes Ankerbild oder um bei der Metapher Birkenbihls zu bleiben einen benötigten Flussstein schnellstmöglich und unverwechselbar aufrufen zu können.

  1. ALMUT- System
    Sie kennen diese Technik bereits aus vorhergehenden Lektionen
  2. Selbst gezeichnete Mind-Maps

Es liegt auf der Hand, dass beispielsweise ein Medizinstudent so viel zu lernen hat, dass die insgesamt 625 zur Verfügung stehenden Zimmer des kompletten NAS© (bei Nutzung aller 25 Listen) nicht ausreichen würden, um sämtliche Knochen, Nervenbahnen, Organe, Krankheiten usw. dort abzulegen.
In Kombination mit der Mindmaptechnik des Tony Buzan hingegen ist dies möglich.
Doch zunächst zu dieser Technik selbst.

Um solche Mind-Maps für das NAS© nutzen zu können, sollte sich der Nutzer ab sofort in dieser Technik üben. Es ist wichtig, eine Vorlesung in Mindmapform mitschreiben zu können. Das erfordert ein wenig Übung.
Warum Aufzeichnungen in Form eines Mind-Maps ?
Die Wirksamkeit des Einprägens eines in Mindmapform angelegten Wissensstoffs ist viel intensiver als die herkömmliche Aufzeichnungsform. Zudem spart man etwa 90% der Zeit ein, wenn man sich ein Stoffgebiet zu einer präzise festgelegten Zeit noch einmal ansieht
Andere empfohlene Visualisierungstechniken sind KAWA©s und KAGA©s nach Birkenbihl oder auch Tabellen. Am effektivsten für das NAS© ist allerdings die Mind-Map- Methode.

3. Verknüpfung von ALMUT- Methode©  und selbstgezeichnetem Mind-Map= NAS©

Um beim Bild des Hotels zu bleiben- ein Mind-Map wird in einem Zimmer des Hotels abgelegt, das heißt,  es wird mit dem entsprechenden Bild des Zimmers verknüpft. Dazu wird eine Kopie der ALMUT- Liste (der Erwerber des NAS ist berechtigt für den Eigenbedarf die Liste zu vervielfältigen, ansonsten unterliegen die Listen dem Urheberrecht) zerschnitten, um die einzelnen Bilder ins jeweilige Zentrum des Mind-Maps zu kleben. Gleichzeitig wird eine kleine Story erfunden, um beide Begriffe (Bild der ALMUT- Liste und Thema) miteinander zu verknüpfen.

Um ein System in das gigantische Lernvorhaben (ein Schuljahr, mehrere Leistungskurse, ein ganzes Studium, ein Spezialgebiet) zu bekommen, bedarf es einer Vorarbeit:

Zuerst wird ein Inhaltsverzeichnis angelegt
Noch bevor das erste Zimmer belegt wird, muss festgelegt werden, welches Fachgebiet in welcher Etage des Hotels Platz finden soll. Ist ein Fachgebiet besonders lernintensiv, sollten dafür mehrere Stockwerke geplant werden. Wichtig ist nur, dass es benachbarte Etagen sein müssen (zB. ALMUT- Listen F- Ferner Osten, G- Garten und H –Haushalt)- hier hätte man nun Platz für 75 Mind-Maps.
Ich schlage vor, zu Anfang ein Inhaltsverzeichnis anzulegen, aus dem hervorgeht, welches Thema in Zukunft in welcher Etage Platz finden soll.

Tipp: Da man zuvor vielleicht noch nicht abschätzen kann, wie viele Unterthemen ein Hauptlerngebiet haben wird, sollten Puffer (eine zusätzliche Etage) eingeplant werden.
Ist diese Arbeit erst einmal getan, weiß man anschließend absolut genau, in welche Etage und in welches Hotelzimmer man den Lernstoff einer speziellen Vorlesung, einer Recherche oder eines Seminars ablegen wird.

Vorteile des NAS©
Dieses Ordnungssystem bringt Ihnen als Nutzer eine hohe Sicherheit im Umgang mit großem Lernumfang. Es macht einen erheblichen (auch zeitlichen) Unterschied aus, ob der komplette Lernstoff eines Studiums geordnet abgelegt oder irgendwie abgespeichert wird.

Sie pflegen den Lernstoff absolut sicher in ein System ein. Bei Bedarf steigen Sie in den Fahrstuhl eines Hotels, drücken den Knopf einer bestimmten Etage und gehen dann zum Zimmer mit der Aufschrift „Herzkrankheiten“, um dort schnellstens an Ihr Mind-Map zu gelangen. Das Wissen daraus steht Ihnen sofort zur Verfügung. Gegebenenfalls schicken Sie auch den Pagen.
Zusammenfassung
Das Neuronale Ablagesystem NAS nach Voigt©

  • bringt Ordnung in den Lernvorgang.
  • Es arbeitet mit Gedächtnistechniken, die auf dem neuesten neurologischen Wissensstand sind.
  • Diese  berücksichtigen, dass beide Gehirnhälften beim Abspeichern und Erinnern zu gleichen Teilen beteiligt sind.
  • Die Methoden sind die ALMUT- Methode nach Voigt und das Anlegen von Mind-Maps.
  • Cleveres Wiederholen mit dem Erinnerungsset spart viel Zeit.
  • Bestmögliche Lernerfolge sind zu erwarten.
  • Das NAS©  sorgt für psychisches Wohlergehen, da Lernstress der Vergangenheit angehört.

Aufgabe:

Gehen Sie noch einmal die letzten Lektionen durch und schauen Sie was Sie ggf. noch einmal wiederholen sollten.