Der Onlinekurs „High Potential“ Lektion 40

Onlinekurs „High Potential“

Lektion 40

Aufmerksamkeit und Konzentration

Lieber Leser,
ist Ihnen schon einmal das Wort Zumerksamkeit vorgekommen?
Vera Birkenbihl nannte die Konzentration beim Lernen gerne so.

Viel lieber war ihr für das Lernen die Aufmerksamkeit. Eine Situation, bei der alle Kanäle zum Lernen geöffnet sind. Bei der Konzentration sind fast alle (bis auf Einen geschlossen). Daher Zumerksamkeit.
Ich möchte Sie aber nicht mit theoretischem Kram langweilen, deshalb beschränke ich mich auf das Wesentliche.

Es gibt verschiedene Arten der Aufmerksamkeit:
Diejenige, die darauf wartet, falls etwas Unvorhergesehenes geschieht (früher besonders wichtig, um zu überleben)- diese nennt man Vigilanz und dann gibt es diverse Aufmerksamkeiten, die an unsere Sinne geknüpft sind.
Es gibt die

  • die taktile,
  • die räumlich–visuelle
  • die formbezogene–visuelle
  • olfaktorische (riechen)
  • gustative (schmecken)
  • akustische und die
  • exekutive Aufmerksamkeit
Penties im Einsatz

Für unser Arbeitsgedächtnis besonders interessant ist unsere exekutive Aufmerksamkeit. Sie ermöglicht das Mobilisieren der Aufmerksamkeitsreserve im Hinblick auf die Realisierung einer bestimmten Aktion. Insbesondere für eine Aktion, die im Langzeitgedächtnis gespeichert werden soll mit ihrer Hilfe können wir uns auch über lange Zeit aufmerksam durch den Verkehr bewegen.

Es dürfte klar sein, das der Grad der Aufmerksamkeit in einem direkten Zusammenhang mit unserem Lernverhalten und auch mit dem Abspeichern bzw. dem Erinnern steht.
Wovon aber hängt die Aufmerksamkeit ab?
Wenn Sie bemerken, dass Sie unaufmerksam sind oder Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, machen Sie einen kleinen Check:

  • Wie haben Sie geschlafen?
  • Wie steht es mit Ihrer Belastung? Die Aufmerksamkeit sinkt sowohl bei Über- als auch bei Unterbelastung.
  • Haben Sie Alkohol getrunken,
  • Medikamente genommen?
  • Auch Drogen beeinträchtigen die Aufmerksamkeitsfähigkeit.
  • Stress ist ein ganz großer Aufmerksamkeits- Killer.

Wir sind übrigens nicht den ganzen Tag über immer gleich aufmerksam.

  • Finden Sie heraus, was Ihre Lernzeit ist. Zu welcher Zeit sind Sie in der Regel hellwach?
  • Und sorgen Sie für Pausen (frische Luft).

Wenn Sie merken, dass Sie in bestimmten Phasen des Tages unkonzentrierter sind als zu anderer Zeit, legen Sie in diese Zeit Routineaufgaben (Mails checken, Post beantworten…). Das hilft schon mal. Oder aber Sie planen (wenn möglich) eine halbe Stunde Mittagsschlaf ein. Mit ein wenig Training schlafen Sie sehr schnell ein und sind nach nur 15 – 30 Minuten wieder hellwach und danach umso leistungsfähiger. Sie kennen den Schlüsselbundtrick?
Schlafen Sie mit einem Schlüsselbund in der Hand ein. Wenn es zu Boden fällt, weil Sie gerade tief und fest geschlafen haben, werden Sie durch Ihre akustische Aufmerksamkeit wieder geweckt. Diese kurze Zeit reicht in der Regel aus.

Betreiben Sie Ausdauersport. 30 Minuten Joggen oder Powerwalking erzielen den gleichen Effekt wie der Kurzschlaf.
Übrigens: Wenn Sie für etwas hoch motiviert sind, brauchen Sie keine zusätzlichen Übungen, um sich auf das Lernen zu konzentrieren. Wenn nicht, ist gesteuerte Aufmerksamkeit gefragt und diese erzielt man mit Eselsbrücken, Merkhilfen, Lerntechniken und gezielten Wiederholungen des Lernstoffs.

Man kann erhöhte Aufmerksamkeit aber auch direkt trainieren:
Mit Übungen, ähnlich den hier angebotenen, oder mit dem 5 Minuten- Spiel „Speedolino“.
Speedolino aktiviert sofort beide Gehirnhälften und macht sie ca. 4 Stunden lang hoch konzentriert, na sagen wir besser aufmerksam.

Aufgabe:

Testen Sie es auf meiner Homepage aus und wenn Sie beim dritten-vierten Mal den Effekt spüren, können Sie ja ein Spiel erwerben.

Hier der Link dazu:
http://www.akademie-fuer-lernmethoden.de/speedolino
Geduldsspiele (zB. Space Labyrinth)