Der Onlinekurs „High Potential“ Lektion 01

Onlinekurs „High Potential“

Lektion 1

Thema der Woche: Namen merken Teil 1

Beim Merken von Namen scheiden sich die Geister. Neidisch beäugen wir diejenigen, denen das scheinbar spielend leicht fällt. Dabei war das doch früher nicht so, oder? Was ist nur geschehen? Nun, es sind Ablenkungen dazu gekommen, und die Konzentrationsfähigkeit von uns hat nachgelassen. Und so kommt es zu dem Phänomen „Es liegt mir auf der Zunge“ und je mehr wir uns bemühen, auf den Namen einer Person zu kommen, desto weiter scheint dieser sich im Labyrinth unseres Zentralspeichers zu verstecken.

Tipp Nr. 1: 

Bleiben Sie gelassen. Ein hektisches Gehirn funktioniert nicht. Wir brauchen einen Verbündeten: Das ist unser Unterbewusstsein. Dies hat eine gigantische Kapazität. Aber wir bekommen zu ihm keinen Zutritt, wenn wir verkrampft über etwas nachdenken.

Später, wenn wir uns mit etwas ganz anderem beschäftigen, taucht der gesuchte Name wie aus dem Nichts wieder auf. Natürlich dann, wenn wir ihn vielleicht gar nicht mehr brauchen.

Aber vielleicht ahnen Sie schon: Das Hauptproblem liegt beim Namen merken nicht im Merken an sich, sondern am Erinnern. Wir haben ein Zugriffsproblem. Doch dazu später mehr.

Tipp Nr. 2:

Als erstes bitte ich Sie, eine Gewohnheit abzulegen.
Ich weiß, das ist viel verlangt, denn nichts ist uns so lieb, wie unsere Gewohnheiten.

In diesem Fall möchten wir sichergehen, dass wir den Namen überhaupt richtig verstanden haben, um ihn uns überhaupt merken zu können. Häufig „überhören“ wir den Namen nur flüchtig. Dann ist es für unser Gehirn fast unmöglich, sich diesen auch einzuprägen.

Wie reagieren Sie, wenn Ihnen Ihr Gegenüber seinen Namen (meist schnell oder undeutlich) mitteilt? Fragen Sie nach? Nein? Ab jetzt ja.
Ab jetzt fragen Sie sogar nach, WENN Sie den Namen gut verstanden haben.

Es geht um Millisekunden. Ihr Ultrakurzzeitgedächtnis braucht seine Chance. Verschaffen Sie sie ihm. Und dann nehmen Sie gleich noch…

Tipp 3 an:

Fragen Sie nach, ob Sie den Namen richtig verstanden haben.
„Angenehm, Frau Meyer. Frau Meyer, werden Sie übrigens mit y oder mit i geschrieben?“

Frau Pospischil, interessant. Der Name Pospischil kommt aber nicht aus Deutschland, oder?“

Wir Gedächtnistrainer sagen dazu:“ Machen Sie den Namen für Ihr Gehirn interessant.“

Wenn Sie einen neuen Namen am Telefon hören, haben sie einen Vorteil und einen Nachteil:

Der Nachteil ist, Sie haben kein Gesicht dazu, Ihnen fehlt also ein Sinn, den Sie einsetzen könnten.

Außer Sie skypen.

Der Vorteil:
Sie können sich den Namen notieren.

Aufgabe:

Bis zum nächsten Mal sammeln Sie bitte mindestens 14 Namen von Personen, die Sie zuvor noch nicht kannten (das sind nur zwei pro Tag) und notieren diese auf ein Extrablatt.

Sollte Sie dabei einen Namen vergessen haben, bleiben Sie gelassen, wir sind ja erst am Beginn unseres Trainings. Dann lernen Sie halt noch ein paar mehr Leute kennen. Vorteilhaft ist es, eine Visitenkarte zu bekommen. Nur so nebenbei.

Viel Erfolg beim Erfüllen der ersten Trainingsaufgabe.