Der Onlinekurs „High Potential“ Lektion 04

Onlinekurs „High Potential“

Lektion 4

Namen merken Teil 4

Willkommen zurück.
Wie sieht Ihr Lückenmindmap aus- ausgefüllt?
Sicherlich haben Sie auch das Blatt der ersten zwei Lektionen zum Ausfüllen genutzt.
Prima. Wir kommen voran.
Nun zu einem etwas schwierigeren Teil:
Ich deutete ja schon an: Das Merken von Namen, deren Bedeutung wir kennen, fällt meist nicht schwer. Auch wenn mein neuer Bekannter weder Fischer ist, noch nach Fisch riecht oder gerne Fisch isst- trotzdem kann ich mir ihn als Fischer mit einem Netz in der Hand und auf rauer See vorstellen. Selbst wenn er einen Anzug trägt.
Nehmen wir uns nun Namen vor, deren Herkunft sich uns nicht erschließt.
Nun bitte ich um Einschalten der Fantasie. Bitte erklären Sie mich nicht für verrückt. Aber vielleicht bin ich es aber auch im positiven Sinne- ver-rückt.
Da ich ja nun Ihre Belegschaft nicht kenne, nehmen wir einmal ein allgemeines Beispiel:
Anlässlich der letzten Fußball- WM die bisherigen 9 Bundestrainer Deutschlands.

Da wären

Sepp Herberger
Helmut Schön
Jupp Derwall
Franz Beckenbauer
Berti Vogts
Erich Ribbeck
Rudi Völler
Jürgen Klinsmann
Joachim Löw.

Als bereits Geübter haben Sie längst bemerkt, dass wir mit einigen keine Probleme hätten:
Sepp Herberger wohnt in einer Herberge oder er betreibt eine.
Helmut scheint ein besonders schöner Mensch zu sein (vielleicht aber auch seine Mütze)
Franz Beckenbauer hat sich vom Installateur zum Kaiser hochgearbeitet. Er baute früher halt Waschbecken.
Bei Berti Vogts wissen wir bereits: Vogt war ein Dienstherr im Auftrage des Grafen oder Fürsten. Es gab den Land- oder Burgvogt.
Joachim Löw feuerte unsere Jungs in Rio wie ein Löwe an. Wer weiß, wo ihm dabei das E abhanden gekommen ist.

Bleiben:
Jupp Derwall
Das ist doch der, der auf einem Wall wohnte, oder? Oder hatte er einen Sprachfehler und wollte immerzu den Ball. Vielleicht sollte er als Bundestrainer eher „Derball“ heißen.

Erich Ribbeck

Nun gibt es ja den Herrn Ribbeck zu Ribbeck im Havelland, ein Birnbaum in seinem Garten stand. Jedenfalls behauptet dies Theodor Fontane (Hugenottischer Name). Wenn man das Gedicht kennt, ist es leicht.
Gehen wir einmal davon aus, dass Sie kennen es nicht, dann beginnen wir mit den Namen zu spielen.
Sagen Sie sich im Stillen den Namen ein paarmal auf und achten Sie darauf, welche Assoziationen Ihnen dabei kommen. Ribbeck hört sich bei mir an wie Rippe mit einer Ecke. Vielleicht eine gebrochene Rippe. Der arme Kerl, die ganze Zeit musste er mit schmerzender Rippe coachen.

Das Erstellen von Wortspielen fällt meinen Seminarteilnehmern manchmal, aber nur anfangs schwer. Lassen Sie sich einfach drauf ein. Je skurriler die Bilder, desto besser ist es für Ihr Gedächtnis.
Rudi Völler

Videos und Podcast: Lernmethoden auch hier in diesen Medien

Eigentlich fällt mir da eher der Kalli ein und weniger der Rudi. Aber vielleicht stellen wir uns eben doch den schlanken Rudi als fetten Kloß vor, der der Völlerei verfallen ist.
Oder aber Sie erinnern sich an die Interviews mit Rudi Völler, in denen er so richtig bedient war.
Das Maß war dann bei ihm nicht voll, sondern eine Stufe höher- eben völler und als es am Völlsten war, ist er zurückgetreten.
Und Jürgen Klinsmann?

Was das nicht der, der immer ein bisschen beim Gegner in die Kabine gelinst hatte? Nun wissen wir natürlich, dass der 8. Bundestrainer nicht Linsmann sondern Klinsmann geheißen hatte. Diese Kombination bekommt unser Gehirn meist leicht hin.
Da fällt mir ein, dass der Jürgen denn nicht liebend gerne Linsen? Aber immer nur die kleinen. Daher Klinsmann. Zum Leidwesen seiner Spieler, wenn sie wieder mit dem Bus unterwegs waren.

Fassen wir für heute zusammen:

Sollten wir für Namen keine Bilder machen können, die auf ihre Herkunft schließen lassen, dann brauchen wir Wortspiele.

Aufgabe bis zum nächsten Mal:

Nehmen Sie sich mindestens einen Namen je Tag vor, den Sie sowieso lernen möchten, der aber nicht in das Mindmap vom letzten Mal passen würde und notieren Sie mindestens drei Varianten, wie Sie den Namen zerlegen würden, um daraus ein merkbares Bild zu machen.

Beim nächsten Mal werde ich Ihnen dafür auch noch ein paar Spielregeln verraten, nach denen sich das Gehirn besonders gerne etwas merkt.
Kleines Anhängsel zu einer Vorstellung einer Person.